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Gesund durch die Feiertage

Gesund durch die Feiertage

Weihnachten kommt näher und damit viele Gelegenheiten und Versuchungen es sich “gut” gehen zu lassen, womit meistens der Genuss von Zucker und Alkohol gemeint ist. Keine Angst, mein Rat ist es nicht, zu allem Nein zu sagen. Das wäre nicht nur unnötig grausam, sondern eventuell sogar kontraproduktiv, da gemütliches Zusammensein und das Genießen traditioneller Weihnachtsköstlichkeiten enorm viel Freude und Zufriedenheit (= Entspannung) bereiten kann. Durch übertriebenen Verzicht verursachter emotionaler und mentaler Stress kann unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden negativ beeinflussen und sollte nicht unterschätzt werden. Dies ist jedoch kein Freifahrtschein, denn zu viel Zucker und Alkohol (und auch Weizen, raffinierte Pflanzenöle und Zusatzstoffe, die auch sich auch oft in Weihnachtsgebäck finden) verursachen ungesunden körperlichen Stress und Entzündung. Es geht also darum, das (individuelle) Maß zu finden zwischen übertriebener Strenge einerseits, und dem Missbrauch des eigenen Körpers andererseits. Ziel ist es den Gesamtstress (die Summe aus emotionalem, mentalem und körperlichem Stress) zu minimieren, um freudvoll UND gesund durch die Feiertage zu kommen. 

 

Bevor ich Dir ein paar Tipps gebe, wie du dies bewerkstelligen kannst, lass mich kurz die Gründe zusammenfassen, warum ein Zuviel an Zucker und Alkohol problematisch ist:


·       Sie stehlen dem Körper wichtige Nährstoffe 

·       Sie führen zu Blutzuckerschwankungen

·       Sie fördern (oft unsichtbare) Entzündungen im Körper

·       Sie führen zu erhöhter Fetteinlagerung, besonders am Bauch 

·       Sie tragen zu Östrogenüberschuss (bei Männern und Frauen!), PCOS und Insulinresistenz bei. 

·       Sie beeinträchtigen die Immunabwehr

·       Sie fördern das Wachstum schlechter Bakterien und Hefepilzen im Darm, was das Risiko für u.a. Verdauungsstörungen, Hautprobleme, Depressionen, Auto-Immunkrankheiten erhöht 

·       Sie machen schlechte Zähne (jedoch mehr aufgrund der Entmineralisierung der Zähne, als wegen der Bakterien)


Überraschenderweise kann exzessiver mentaler oder emotionaler Stress ähnliche Konsequenzen haben!

 

Darum sollte es unser Ziel sein Freude UND Gesundheit zu optimieren, und den Gesamtstress (= Summe aus mentalem, emotionalem und körperlichem Stress) zu minimieren. Hier sind ein paar Strategien, die dabei helfen können:

 

Qualität anstatt Quantität 

 

Was immer Du Deinem Körper zuführst sollte von höchster Qualität sein, denn das ist was du verdienst! Es ist viel besser für den Körper und viel genussvoller für die Sinne um eine einzige hochwertige Praline zu genießen, als ein ganzes Paket billiger. Und selbst wenn die Qualität nicht super ist, kannst Du Dich genauso gut für nur ein kleines Stück oder einen kleinen Schluck von <fülle die Lücke> entscheiden, um den anderen Gesellschaft zu leisten. Für mich persönlich funktioniert dies am Besten. Ich habe keinen “ich darf nicht” Frust, ich kann alles probieren, ich schließe mich nicht aus, aber ich habe gleichzeitig auch kein schlechtes Gewissen, da ich meinen Körper nicht “zumülle”. Weniger ist wirklich mehr! Dies gilt übrigens auch für die Auswahl von Weihnachtsfeiern. Es kann schon fast in Stress ausarten, überall dabei sein zu müssen. Dabei ist nicht jede es auch wert. Besser mal Nein sagen, und dafür dann die für die wir uns entscheiden voll genießen. 

 

Lasse Dir Zeit wirklich zu genießen 

 

Dieser Punkt geht einher mit dem Vorigen: Wähle Leckereien, die es WIRKLICH wert sind und/oder nehme nur eine kleine Portion und genieße diese dann langsam und bewusst mit allen Sinnen. Der Genuss ist so viel intensiver und erfüllender als wenn Du halbabgelenkt eine ganze Packung verschlingst. Nur weil Du mehr von etwas isst, schmeckt es nicht besser – eher im Gegenteil.

 

Begebe Dich in die Küche

 

Anstatt Kekse oder Weihnachtssüßigkeiten im Laden zu kaufen, begebe Dich in die Küche und mach Deine eigenen! Nicht nur bist Du dadurch in der Lage die Qualität der Zutaten zu kontrollieren (Tipp: nimm nur Zutaten von höchster Qualität, möglichst Bio) und Rezepte zu wählen, die blutzuckerfreundlicher sind (Tipp: oftmals diejenigen, die glutenfreie Mehle wie Mandel-, Kastanien-, oder Kokosmehl verwenden und diese mit vielen guten Fetten, wie Butter, Kokosöl, Avocado, Eier und/oder Nüssen) kombinieren, aber Du wirst auch geneigt sein, weniger davon zu essen, weil Du Dir des Produktionsaufwands bewusst bist. Der Genuss etwas Selbstgemachtes zu essen ist normalerweise auch viel größer als etwas Gekauftes. Ein absoluter Win-Win! 

 

Handle immer mit Liebe

 

Letztlich läuft es auf Folgendes hinaus: Frag Dich immer: Was wäre die liebevollste Wahl in diesem Moment? 


Die Antwort kann unterschiedlich ausfallen, abhängig von den jeweiligen Umständen, Deiner individuellen Verfassung, Deiner höheren Ziele und natürlich der Qualität der Versuchung selbst. Im Allgemeinen, wenn Dir Deine Gesundheit und Dein Körper wichtig sind, würde die liebevollste Entscheidung in den meisten Fällen vermutlich sein, die Versuchung auszuschlagen – insbesondere wenn die Leckerei von niedriger Qualität ist (wie die meisten, die man in Läden oder auf dem Weihnachtsmarkt kaufen kann). Das ist besonders dann wichtig, wenn Du ein höheres Ziel hast, wie z.B. Dich von einem Gesundheitsproblem zu erholen (oder diesem vorzubeugen), wenn Du Deine Leistung oder Deine Fruchtbarkeit optimieren möchtest, oder wenn Du weißt, dass Dein Körper einfach sensibler auf Zucker und Alkohol reagiert als dies bei Anderen der Fall ist. Selbst wenn es zunächst frustrierend ist, es kann ein sehr liebevoller Akt sein, Dir selber das Konzept der “nicht-unmittelbaren Bedürfnisbefriedigung” beizubringen, wie alle Eltern vermutlich bestätigen können (siehe das Marshmallow-Test Experiment zum Vergleich). Denn auch wenn wir Süßigkeiten oder Alkohol oft als Belohnung wahrnehmen, so sind sie für den Körper oft eher eine Strafe. 

 

Und dennoch, manchmal kann die liebevollste Wahl das JA zur Leckerei sein, unabhängig von deren Qualität. Dies könnte z.B. der Fall sein, wenn der Geschmack Dich an Deine Kindheit erinnert (und dies eine gute Erinnerung ist), oder wenn eine Erfahrung dadurch erst “komplett” wird. Es könnte es auch wert sein JA zu sagen, wenn Du durch das Akzeptieren der Leckerei jemanden anders sehr glücklich machen würdest – wie z.B. Deine Oma, die Deinen Lieblingskuchen nur für Dich gebacken hat (in anderen Fällen wäre es aber vielleicht besser Nein zu sagen in solchen Fällen, um klare Grenzen zu setzen und aufzuhören zu essen, nur um jemand anders froh zu machen).  

 

Es gibt also keine klaren Regeln, Du musst von Fall zu Fall für Dich selber entscheiden. Gehe tief in Dich und sei ehrlich über Deine wirklichen Bedürfnisse und Motivationen. Brauche ich wirklich noch einen Keks oder ist mir nur langweilig und suche ich eine Ablenkung? Macht es wirklich einen Unterschied, ob ich einen Glühwein oder einen Tee trinke auf dem Weihnachtsmarkt? Brauche ich ihn wirklich, um die Erfahrung komplett zu machen, oder will ich nur dem unangenehmen Gefühl aus dem Weg gehen “anders” zu sein? Ist der Nachtisch es wirklich wert, und falls ja, würde eine kleine Portion genügen? Grundsätzlich sollte eine Versuchung uns sehr große Freude und Genuss bereiten, nicht nur ein bisschen. Wenn Du nicht den Wunsch verspürst Dir Zeit zu lassen und die Leckerei mit allen Sinnen zu genießen, wenn Du sie einfach verschlingen willst, dann machst Du Dir vermutlich etwas vor über Deine wahren Beweggründe. Wie gesagt, kannst Du auch Ja UND Nein sagen, indem Du Dir die Leckerei gönnst, aber nur ein kleines Stück.

 

Mache also diese Weihnacht zum echten Fest der Liebe – für Dich selbst, und natürlich auch für Andere. Denn auch bei der Geschenkeauswahl denken wir oft nicht daran, wie wenig liebevoll es eigentlich ist, unserer Oma, die schon Diabetes hat, eine Schachtel Pralinen zu schenken, oder unserem Opa, der sowieso schon zuviel trinkt, eine Flasche Schnaps. 


Frage Dich:

  • Wird dieses Geschenk die Gesundheit des Empfängers langfristig verbessern? Oder ist es eher ein weiterer Nagel im Sarg (egal wie klein und unbedeutend dieser Nagel erscheinen mag)? 
  • Fördert das Geschenk eine echte VERBINDUNG zwischen Menschen, oder trägt es eher zu deren Verlust und Einsamkeit bei (z.B. Videospiele)?
  • Ist es ein sinnvolles Geschenk? 
  • WEN unterstütze ich durch den Kauf des Geschenks? Eine große Firma? Einen kleinen Laden um die Ecke? Ein start-up?
  • WELCHE Praktiken unterstütze ich durch den Kauf des Geschenks? Kinderarbeit? Mitarbeitermissbrauch? Tierquälerei? Umweltverschmutzung?
  • Ist das Geschenk nachhaltig produziert oder “made in China”?
  • Ist es umweltfreundlich? Kann es recycelt werden oder wird es als Plastikmüll in unseren Meeren enden ?

Natürlich sind diese Fragestellen nicht nur zu Weihnachten wichtig, sondern immer wenn wir etwas kaufen.

Ein paar Ideen für LIEBEVOLLE Geschenke (die Dir z.T. auch den stressigen Gang in die Stadt ersparen):

  • Gib LIEBE. Sei nett. Zeige Mitgefühl und Respekt. Lächle. Helfe. Es gibt soviele Menschen / Familien, in denen man Geschenke austeilt, und dann weiter streitet.
  • Gib ZEIT anstatt Dinge. Schenke einen Gutschein für eine gemeinsame Aktivität. Das muss nicht teuer sein. Es kann eine Einladung zu einem selbstgekochten Essen sein, ein Kinobesuch, natürlich auch eine Luxusreise… es ist möglich JEDEM Zeit zu schenken, egal wieviel Geld man hat. Sei kreativ. 
  • Gib etwas, dass die GESUNDHEIT und das WOHLBEFINDEN des Empfängers erhöht, seinen Stress vermindert, ihr hilft zu entspannen, sie inspiriert, ihm dabei hilft, seine Ernährung oder seine Lebensweise zu verbessern (natürlich nur, wenn sie dazu bereit sind). Z.B. ein Gutschein für eine Massage, die Sauna, oder auch nur ein Buch… 
  • Schenke etwas von Oxfam Unverpackt, eine Ziege, ein Huhn, Ausbildung… https://unverpackt.oxfam.de/
  • Wenn Du Dich für ein Objekt entscheidest, ersetze den Alkohol, die Pralinen und selbst die hausgemachte Marmelade und Kekse durch etwas Leckeres UND Gesundes, wie z.B. ein Glas Kokosmus von Dr. Goerg. Wenn es kein Essen ist, sondern Kleidung, Spielsachen oder elektronische Apparate, schaue, ob es ungiftige Versionen gibt.



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